Kulinarisches auf dem Grill: Wild grillen

Wild auf dem Grill
Wild auf dem Grill ist ein kulinarischer Genuss - © depositphotos.com @ Shaiith79

Wild gehört schon seit vielen Jahren zu den Delikatessen. Während unsere Massentierhaltung ein Grund ist, dass Fleisch nicht mehr so gut schmeckt, wie wir es noch von früher in Erinnerung haben, so hat sich am Geschmack eines guten Stückes Wild nicht viel geändert. Dabei ist auch egal, ob es sich um Rotwild, Fasan oder Wildschwein handelt – der Eigengeschmack des Fleisches ist kräftig und keinesfalls wässrig oder fett. Darüber hinaus ist das Fleisch auch nicht mit Antibiotika vollgepumpt, wie es in Mastbetrieben so oft vorkommt. Zu guter Letzt ist Wildfleisch darüber hinaus auch gesund, denn es ist reich an Vitamin B und Mineralstoffen.

Das erste Mal Wild auf dem Grill

Die Klassiker, die man an Wild auf dem Grill zubereiten kann, sind Rehrücken, Kaninchen oder Steaks von Reh und Hirsch, sowie auch Wildschwein. Leider sind gerade die guten Stücke Fleisch nicht so einfach zu grillen, wie es zum Beispiel ein Schweinenackensteak aus dem Supermarkt ist.

Wer deshalb einfach einmal Wild auf dem Grill testen möchte, der sollte z.B. mit einer guten Wildschweinbratwurst anfangen. Diese kann man selbst herstellen, im Internet bestellen oder bei einem guten Metzger vor Ort erwerben. Dieser hat natürlich den Vorteil, dass er im Hinblick auf das Fleisch beraten kann und in der Regel auch Tipps für ein gutes Gelingen des gewählten Fleisches auf dem Grill hat.

Wichtige Punkte beim Grillen von Wild

Marinade

Um anstelle einer Wurst ein gutes Stück Wildfleisch zu grillen, bedarf es einiger Kniffe. Während sich Fleisch von Jungtieren häufig noch ohne Marinade grillen lässt und ein kräftiges Würzen reicht, sollte man das Fleisch älterer Tiere ordentlich marinieren. Wacholder, Thymian und Lorbeer sind sogenannte Wild-Gewürze. Diese vermengt man mit Buttermilch (als Alternative bietet sich Joghurt an). Je nach Größe des Fleisches lässt man dieses nun mehrere Stunden, bis hin zu ein bis zwei Tagen, in der Marinade ziehen.

Garzeiten

Wild neigt bei zu langem Grillen sehr schnell zum Austrocknen. Es ist daher besonders wichtig, dass Fleisch rechtzeitig vom Grill herunter zu holen. Bis auf Wildschwein darf das Fleisch in der Mitte auch noch leicht rosa sein. Für die optimale Kerntemperatur empfehlen wir daher ein Grillthermometer. Im Internet gibt es Tabellen, welche Kerntemperatur das entsprechende Stück Fleisch haben sollte, damit es gut durch aber dennoch rosa ist.

Extra-Tipp: umwickelt man das Stück Fleisch mit etwas Speck (Frühstücks Bacon), so trocknet es nicht so schnell aus.

Saucen

Gerade für Wild gilt, dass man mit Saucen den Geschmack des Fleisches noch abrunden kann. Empfehlenswert sind hierbei Saucen mit fruchtiger Grundlage. Sicherlich haben Sie im Restaurant schon einmal Wild mit Preiselbeeren gegessen, aber das ist nur eine Variante. Mango zum Beispiel eignet sich hervorragend für eine leckere Grillsauce zum Wild.

Wer keine fruchtigen Saucen mag, dem seien dunkle und deftige Saucen empfohlen. Experimentell, aber nicht weniger lecker, sind hingegen Kreationen, wie zum Beispiel die Wild-Schokoladen-Sauce.

Beilage

Als Beilage zu Wildfleisch beim Grillen eignen sich Rosmarinkartoffeln. Nebenbei gegrillte Maiskolben schmecken ebenfalls gut zu Wild.

Fazit

Wir hoffen, wir haben Sie neugierig auf gegrilltes Wildfleisch gemacht. Mit unseren Tipps wird Ihnen sicherlich ein leckeres Grillerlebnis bevorstehen.